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JUST RIDE – 24h von Nortorf

Nicoles 24 Stunden von Nortorf – Ein Erlebnisbericht!

Wie jedes Jahr im Juli heißt es: 24 Stunden von Nortorf – JUST RIDE!

Des Nachts

Zuerst ein paar Details zum Ablauf der Veranstaltung:
Dieser 24 Stunden Radmarathon wird ausgerichtet von der Rad-Sport-Gemeinschaft Mittelpunkt Nortorf.
Gedacht ist dieses Event für Jedermann und Jederfrau. Jede/r kann sich hier seinem eigenen Ziel stellen.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Anmeldestart ist meist am 1. Februar nach dem Motto: Wer zuerst kommt mahlt zuerst!, denn die Teilnehmerzahl ist auf 200 Plätze begrenzt.
Das Zentrum der Veranstaltung ist die Gemeinschaftsschule. Hier schlägt man sein Schlaflager (wenn überhaupt geschlafen wird 🤣) im Klassenzimmer auf oder zeltet auf der Wiese. Hier gibt es auch die Verpflegung mit allerlei Leckereien, natürlich rund um die Uhr..
Gefahren wird auf einer 28km langen Strecke auf öffentlicher Straße.
Am Samstag um 10Uhr ist gemeinsamer Start bis Sonntag um 10Uhr Zielschluss mit anschließender Siegerehrung ist.

 

Nun zu meinem Erlebnis 2018 in Nortorf
Wie bereits in 2016 bin ich mit meinen Freunden von der Bremer Bike Connection kurz B.B.C. in Nortorf angereist.
Kurz vor 10Uhr am Samstagmorgen stand ich dann zwischen 199 anderen verrückten Radfahrerinnen und Radfahrern und freute mich auf das was kommt.
Ich wollte mein persönliches Ziel von 300km erreichen. 2016 schaffte ich 280km also 10 Runden. Was ich damals nicht wusste, dass ich bereits schwanger war und meine Kondition irgendwie abhanden gekommen war 🤣.

Los gehts!

Dieses Jahr sollte es anderes werden und um 10h ging es los.
Nach einigen Kilometern trennten sich die großen Gruppen auf und es entstanden kleinere.
Nach ca. 10km kam meine negativ in Erinnerung gebliebene Allee. Diese Allee könnte man so schön leicht abwärts fahren wenn nicht dieser ständige Wind wäre.
Es entstanden teilweise heftige Böen, so dass ich mich nur noch klein machte und an mein Rad klammerte und hoffte schnell im Wald beim ersten Anstieg zu sein. Da half auch kein netter Fahrer neben mir zum Schutz 🤣.

Coll de Heinkenborstel

Dieser Anstieg wurde liebevoll „Coll de Heinkenborstel“ genannt. Oben angekommen musste man sich dem Wind nochmal kurz stellen bis man im Ort war.
Dort fuhr man (wer mochte) auf dem Bürgersteig, um dem Kopfsteinpflaster aus dem Weg zu gehen.
Übrigens habe ich in den 24 Stunden nicht einen Menschen dort gesehen. Dafür erfreuten sich die Pferde an den ständig vorbei fahrenden Rennradfahrern 😊.

Coll de Heinkenborstel

Dorf auswärts wartete dann der letzte lange aber leichte Anstieg. Oben angekommen ging es dann leicht abwärts zum nächsten Ort Oldenhüttel. Ab dort fuhr es sich wie von selbst: Oldenhüttel nach Bargstedt und dann wieder Nortorf.
Von Bargstedt bis Nortorf fahren die meisten auf dem Radweg, da die Straße sehr schlecht zu befahren ist. Der Radweg ist super zu fahren und von weitem sah man dann schon die kleine Brücke mit dem letzten mini Anstieg. Allerdings wird irgendwann jeder noch so kleine Anstieg auf Dauer anstrengend.
Zum letzten Mal rechts abbiegen und die erste Runde ist geschafft ! Nicht vergessen über die Zeitnahme zu fahren und das Piepen in den Ohren erfreut einen zu hören.

Runde um Runde
So dreht man seine Runde wie man möchte, mit wem man möchte, wie schnell oder langsam, mit oder ohne Musik. Ganz egal.
Ich fuhr meist allein in meinem Tritt und motivierte mich immer das nach der Allee und den beiden Anstiegen alles besser wird 🤣
Ich machte von 22h bis 3h Pause und versuchte mich auszuruhen. So gut sowas geht wenn man Schnarchnasen um sich hat 🤣
Ich stellte mir sicherheitshalber den Wecker und startete dann um 4h morgens mit 2 Kaffee und einem Müsliriegel im Bauch.
Ich musste mindestens noch 4 Runden bis zu meinem Ziel fahren. „Pro Runde eine Stunde“ lautete die Devise 😉.

Nutella und heiße Suppe
Nach zwei Runden also 56km machte mein Magen sich bemerkbar und ich frühstückte erstmal nach Ankunft. So ein Nutella Brötchen bewirkt Wunder aber auch die heiße Suppe. Die brauchte ich auch, da es schon sehr frisch um die Uhrzeit war. Die Füße waren leicht gefroren.
Nun fehlten noch zwei Runden bis zu meinem Ziel.
Ich setzte mich auf mein Bike und ließ alles in Gedanken nochmal Revue passieren und freute mich das ich mein Ziel erreichen würde.
Die letzte Runde fahren wir alle gemeinsam, also wer möchte. Ist ja kein Zwang.
So fuhren wir los und hatten doch glatt eine Panne 🤪, kamen aber doch noch vor 10Uhr ins Ziel.

Yes I can!

Ich war mega happy und total stolz das ich 307km mit 1600 Hm geschafft habe. Reine Bewegungszeit waren es 11 Std. und 43 Minuten mit einem 26er Schnitt.

Es war wieder ein tolles Erlebnis in Nortorf. Das ganze Team der RSG Nortorf ist Spitzenklasse. Sowas gut organisiertes und freundliches erlebt man nicht so häufig. Hier nochmal einen großen Dank an euren Verein!!!

Mädels, man muss Nortorf mal erlebt haben!

Ich freue mich auf das nächste Jahr,

eure Nicole

 

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