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Rad am Ring 2018

Rad am Ring 2018

Vielleicht weil die Ausschreibung für Rad am Ring 2018, was ja an sich schon mal nicht schlecht klingt, einen gewissen Reiz ausübt und auch schon letztes Jahr ein Velonistas Team am Nürburgring gestartet ist. So entstand die Idee für dieses Jahr ein 4er Team zu melden. Bei Rad am Ring gibt es die Möglichkeit zusammen mit 5000 anderen Menschen auf einer Rennstrecke zu fahren – mit schrägen Kurven und 500 Höhenmetern auf den 26km, dabei auch die gefürchtete Hohe Acht mit 16% Steigung.

In der Nacht vor Beginn des 24h Stunden Rennens war ich nicht die Einzige, die unruhig schlief.

Kann ich das wirklich? Auf was habe ich mich da eingelassen? Was, wenn ich an der hohen Acht schieben muss? Reicht meine Übersetzung dafür überhaupt aus und was ist, wenn es nachts regnet? Nachdem meine Uhr die ersten Kilometer aufgezeichnet hatte, fühlten sich meine Beine zwar schon etwas schwerer an, aber die Strecke und die Atmosphäre wurden vertrauter. Der Puls etwas ruhiger und ich gewann an Vertrauen in meine Fähigkeiten und das Material. Ein 24h-Wettkampf im Team umfasst mehr als eine 100km RTF, bei der alle nach ein paar Stunden wieder zu Hause sind.

Zu einer solchen Veranstaltung gehören Festivalatmospähre und Materialschlacht, eine große Vielfalt von Menschen und Leistungsniveaus, Schweißgeruch und Nervenkitzel. Bei der Übergabe des Transponders an die nächste Fahrerin. Außerdem der Unmut um 2 Uhr morgens im Dunkeln für die nächste Runde aufzubrechen und anschließend von einem MTB auf dem Rennrad überholt zu werden. Auf den zähen Passagen hilft jede Ablenkung, egal ob das Niveau des Spruchs kaum über Kette reeechts hinausreicht. Nach dem Wettkampf kann ich nur erahnen, was es heißt alleine oder im 2er Team am Nürburgring anzutreten.

Was für mich bleibt, ist das Gefühl mit allen Fahrer_innen ein bisschen verbunden zu sein. Alle quälen sich auf der selben Strecke und kämpfen irgendwie gemeinsam gegen das Laktat in ihren Oberschenkeln.

Anders ausgedrückt, was bleibt ist die Erfahrung über mich hinaus gewachsen zu sein und etwas dazu gelernt zu haben. Dabei ist es ganz egal ob ein 23er oder 26er Schnitt gefahren wird, diese Erfahrung mit sich selbst bleibt und verbindet. Für/Durch diese 24 Stunden wird der Individualsport Radfahren zu einem Teamsport! Bisher hält dieses Gefühl für mich noch an, was vielleicht auch an meinem empowernden Team lag. Kurz gesagt, wir waren ein super eingespieltes Team. 

Sonntag nachmittag auf der Heimreise war ich ziemlich erleichtert 6 Runden und ca. 3000 Höhenmeter hinter mich gebracht zu haben und dankbar, dass unser Team ohne Pannen und Verletzungen geblieben ist. Reich an Bildern und Erinnerungen haben wir uns voneinander verabschiedet. Die Pläne für das nächste Jahr Rad am Ring haben bereits begonnen – mit noch mehr Velonistas.

Und ganz wichtig zum Schluss, nie vergessen: Kette reeeechts!

Sarah T.

Rad am Ring
Sophie Jahnecke, Petra Schildwächter, Sarah Trapp, Verena Tobert
Im Februar diesen Jahres wurde ich beim Besuch der Bike Expo Kassel das erste mal auf die Velonistas Nordhessen aufmerksam.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich gerade mal eine Saison mit dem Rennrad vertraut gemacht und war auf der Suche nach Gleichgesinnten. Kurzum hätte mir an dem Tag jemand erzählt, dass ich genau mit dieser Gruppe nur 5 Monate später bei Rad am Ring an einem 24h-Rennen teilnehme, wäre ich wahrscheinlich in lautes Gelächter ausgebrochen. Nun sitze ich hier, immer noch ein wenig erschöpft, aber erfüllt mit Stolz. Ich lasse überglücklich genau dieses Event in meinem Kopf Revue passieren. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas für mich möglich wäre.

Voller Vorfreude fuhren wir am 27. Juli Richtung Nürburg in der Eifel.

Als wir uns dem Ziel näherten, wurde mir bei einem Blick über die Landschaft auch schnell klar, dass es sich bei den Streckendaten, mit ca. 580Hm auf nur 26km, definitiv um keinen Druckfehler handelte. Das war der erste Moment in dem mir mein Herz einen kleinen Vorgeschmack auf das gab, was es in den nächsten Stunden zu leisten haben würde.

Doch bevor es am 28. Juli um 12:46 für unser 4er Team in die Vollen ging, konnten wir beim gemeinsamen Grillen in Ruhe die Teamaufstellung besprechen. Desweiteren die Rennatmosphäre auf uns wirken lassen.

Frau steht ja nicht jeden Tag auf einer Rennstrecke wie dem Nürburgring. Aus diesem Grund kann man schonmal von Ehrfurcht erfüllt sein. Dieses Gefühl hat mich auch während des gesamten Rennens nicht wirklich verlassen.

Als Zweite im Team startete ich meine erste Runde und war schon nach wenigen Metern auf der Nordschleife total überwältigt. Eine breite Fahrbahn ohne Schlaglöcher, geniale kurvenreiche Abfahrten. Und all das mitten in einer wunderschönen Landschaft, sowas erlebt man als Radfahrer nicht ständig. Generell hatten diese 24h so einiges an Eindrücken zu bieten. Sommerliche Temperaturen, Regen, Böen mit 50km/h und einem frostigen Morgen. Also war so ziemliches alles dabei und deshalb verging die Zeit wie im Flug. 

Nach 24h und 23 erfolgreichen Runden (für mich waren es 5), ohne Pannen oder Zwischenfälle, fuhren wir nochmal gemeinsam durchs Ziel. An so einem Event teilhaben zu können und das gemeinsam mit einem so genialen Team war für mich ein ganz besonderes Erlebnis. Ich freue mich jetzt schon darauf diesen Weg gemeinsam mit den Velonistas Nordhessen erneut zu bestreiten, nächstes Jahr schaffen wir bestimmt noch mehr Runden!

Sophie J.

Einen ganz großen dank möchten wir an dieser Stelle an Erika Hofmeister richten. Sie hat uns schon zum zweiten mal perfekt supportet!!!

 

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